Kinderhort „Höhr-Grenzhausen“: Hausaufgaben – das tägliche Leid oder die tägliche Chance?

Kinderhort „Zweite Heimat“ Höhr-Grenzhausen versucht einen Balanceakt

Sind wir doch einmal ehrlich, wer von uns erinnert sich gerne an die täglichen Hausaufgaben seiner Schulzeit? Draußen strahlender Sonnenschein, Freunde die klingeln und fragen, ob man rauskommt, aber leider, leider hatte man noch einen ganzen Berg Hausaufgaben vor sich und somit war nix mit Spielen. Auch bei Regenwetter und Affenkälte, waren die Hausaufgaben nicht viel leichter zu ertragen. Aber alles Gejammer war zwecklos, jedenfalls bei den meisten von uns oder? So war es früher und so geht es heute noch vielen Schülern, besonders den Grundschulkindern mit ihrem ausgeprägten Bewegungsdrang. Kinder haben ein Recht auf Freizeit, aber auch auf Bildung. Wie kann man diesen als Widerspruch erscheinenden Rechten vielleicht ein wenig näher zusammenbringen? Diese Frage stellt sich natürlich auch täglich im Kinderhort „Zweite Heimat“. Das Ei des Kolumbus in dieser Frage haben wir gewiss noch nicht gefunden, aber wir versuchen einen für alle Seiten befriedigenden Weg zu gehen. Die Kinder im Hort haben eine Stunde Zeit, ihre Hausaufgaben in Kleingruppen zu erledigen. Bei Fragen stehen Ihnen pädagogische Fachkräfte zur Seite, denn was man schon morgens in der Schule nicht kapiert hat, versteht man am Nachmittag alleine nicht besser. Hier gilt für uns das Prinzip: „Zusammen so viel wie nötig, alleine so viel wie möglich“ (Maria Montessori). Natürlich gibt es auch Kinder, die keine ganze Stunde benötigen, die haben halt früher Freizeit, alle anderen dürfen nach dieser Stunde auch zusammenpacken, hier wird aber durch ein mit Eltern und Schule entwickeltes Kommunikationssystem im Hausaufgabenheft mitgeteilt, wie die täglichen Hausaufgaben gelaufen sind. Somit haben Eltern, Lehrer und auch die Kinder des Hortes täglich eine Rückmeldung der Leistungen während der Hausaufgabenzeit und können entsprechend reagieren. Und damit ist dann auch der Weg zur gemeinsamen Freizeit endlich geebnet. Ach ja, die Freitagnachmittage gehören dann doch ganz dem gemeinsamen Spiel ganz nach Albert Einstein: „Spiel ist die höchste Form der Forschung“.

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