Wie alles begann


Die Diskussion beginnt Anno 1994, das düsterste Kapitel in der Historie des Freibades Linderhohl hatte begonnen. Erstmalig ein Sommer, in dem in Höhr-Grenzhausen keine Bademöglichkeit mehr vorhanden war. Ein Freibad, mit welchem jeder Badeheimische Kindheitserinnerungen verbindet und die Allermeisten bei Hans Galle schwimmen gelernt hatten, wurde dem Verfall preisgegeben. Dies durfte nicht das letzte Wort sein, sagten sich auch die Gründer des "Fördervereins Schwimmbad Linderhohl" im Jahre 1995. Zielsetzung des eingetragenen Vereins war fortan das Thema Schwimmbad im Bewusstsein von Bevölkerung und Kommunalpolitik wach zu halten, Spenden zu sammeln, preiswerte Sanierungsmöglichkeiten zu suchen und auf kommunalpolitischer Ebene für die Erhaltung dieses idyllisch gelegenen Freibades mit seinem nostalgischen Flair einzutreten. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der zahlenden Vereinsmitglieder auf über 150 und es wurden über 18.000,00 DM Spendengelder gesammelt. Mit dieser starken Unterstützung aus der Bevölkerung wurden in der Folgezeit zahlreiche Aktivitäten auf den unterschiedlichsten Gebieten entwickelt:

Haus- und Straßensammlungen zur Erlangung von Spenden, Infostände am City- und Brunnenfest, Darstellung der Ziele des Vereins in den Medien Westerwälder Zeitung, WW-TV, Kannenbäckerland Kurier,
Benefizkonzert, Sammlung von Geldspenden und Sachleistungen bei Banken, Geschäftsleuten und Unternehmen Kontaktaufnahme mit Fachfirmen und Treffen mit Fachleuten vor Ort zur Erkundung preiswerter Sanierungsmöglichkeiten sowie, nicht zuletzt, Teilnahme an öffentlichen Verbandsgemeinderatssitzungen, um Einfluß auf die politische Willensbildung zu nehmen.

Notwendigste Sanierungsarbeiten wurden von Vereinsmitgliedern und örtlichen Handwerkern durchgeführt, um den weiteren Verfall der Bausubstanz zu stoppen. So konnte vorübergehend der Kiosk- und Campingbetrieb wieder aufgenommen und jährlich ein gut besuchtes Schwimmbadfest durchgeführt werden.

In den Jahren 95/96 bemühte sich der Verein mit Unterstützung der örtlichen Fachkompetenz um technische Lösungen der Beckensituation und der Wasseraufbereitung. Es wurden Bäder besichtigt, mit Schwimmbadplanern vor Ort diskutiert, vorhandene Planunterlagen und Gutachten der Verbandsgemeinde herangezogen. Verschiedene Varianten, wie Edelstahlbecken oder Folienbecken untersucht und schließlich unter maßgeblicher Beteiligung von Vereinsmitglied Klaus Klein, eine Machbarkeitsstudie erstellt.
Alle diese Bemühungen dienten dem Ziel, der Verbandsgemeinde kostengünstige Lösungsvorschläge zur Erhaltung des Schwimmbades aufzuzeigen.

Der erste große Erfolg auf kommunalpolitischer Ebene, konnte dann auf der Sitzung des Verbandsgemeinderates am 18.03.96 verbucht werden, als der Rat in öffentlicher Sitzung unter starker Bürgerbeteiligung einen Grundsatzbeschluss zur Sanierung und Wiederinbetriebnahme des Schwimmbades Linderhohl mit großer Mehrheit fasste. Mit diesem Beschluss war zwar nun jedem klar, dass man diese schöne Naherholungsanlage nicht mehr sang- und klanglos untergehen lassen konnte.
Verwaltung und Förderverein bemühten sich intensiv kostengünstige Lösungen zu finden, als im September '98 der Bauamtsleiter Gerd Weber bei der Lektüre der Frankfurter Rundschau auf einen interessanten Arti