Die Vision wird Wirklichkeit


Nach zwei Jahren der Vorbereitung und Planung war es endlich soweit: Unter reger Anteilnahme von Bürgern und Medien konnte Bürgermeister Johannsen am 3. April 2000 den ersten Spatenstich vollziehen.

Die in den darauffolgenden Wochen anstehenden "Spatenstiche" waren natürlich nicht ganz so einfach zu bewerkstelligen. Nach den Abriss- und Anpassungsarbeiten am alten Betonbecken war die Landschaftsbau-Firma Nickel aus Neuhäusel zunächst damit beschäftigt, die grobe Bodenmodellierung der zukünftigen Schwimmteichanlage vorzubereiten:

Nichtschwimmerbecken, Kaskaden und Wasserläufe mussten völlig neu ausgehoben werden, die Flächen des alten Hauptbeckens wurden erweitert und mit einer geschwungenen Uferlinie in das malerische Tal in der Linderhohl eingebunden.

Ein Teil des ehemaligen Vorwärmteiches wurde für den Pflanzenfilter durch einen Damm abgetrennt, der Schlamm der vergangenen Jahrzehnte musste abgetragen und durch aufbaufähigen Untergrund ersetzt werden. Mit weichem Boden hatten ausführende Firma und Planer nicht nur im Pflanzenfilter zu kämpfen. Beinahe im gesamten Gelände traten durch die Bauarbeiten wasserführende Bodenschichten zutage, die das Vorwärtskommen von Maschinen und den Einbau von Bausubstraten stark erschwerten.
Heute ist die gesamte Anlage von einer Hang- und Ringdränage umgeben, deren gesammeltes Wasser wieder dem Seelbach zugeführt wird.

Der Schwimmteich nimmt Gestalt an

Parallel zu diesen Arbeiten wurde immer deutlicher, dass eine Weiternutzung der alten Freibadgebäude aufgrund der schlechten Bausubstanz nicht sinnvoll sein würde. Aus diesem Grund beschloss die Verbandsgemeinde, auch die Hochbauten durch neue, der alten Architektur nachempfundene Gebäude zu ersetzen. In den folgenden Wochen wurden die Planungen für die neuen Bademeister-, Küchen-, Sanitär- und Technikräume aufgenommen.

Mit dem zunehmend besseren Wetter im Mai und Juni ging auch der Baufortschritt beim Schwimmteich besser voran: Die Druckleitungen für die Einspeisung in den Pflanzenfilter waren verlegt worden, Matratzen-Raftingstrecke, Beachball-Feld und die Feinmodellierung der Becken entstanden. Darauf aufbauend konnte ab Mitte Juni mit dem Abdichten des Schwimmteichs, d.h. mit dem Verlegen der Folie begonnen werden. Nächste Schritte waren die Fundamente für die Steganlagen und Brücken, sowie der Beginn des Strandeinbaus. In dieser Zeit war auch mit der Ausführung der neuen Gebäude begonnen worden, die Rohbauarbeiten vermittelten bereits einen ersten Eindruck von der zukünftigen Gestalt.

Zum Richtfest im September 2000 war auch Frau Ministerin Martini erschienen, um sich persönlich über die erste Schwimmteichanlage in Rheinland-Pfalz zu informieren. Der Sommer verging schnell, die Zeit drängte, schließlich sollten vor dem Winter die Pflanzarbeiten abgeschlossen sein. In den Monaten von August bis Oktober wurden der Bachlauf und die Solarstrecke fertiggestellt, Kaskadenbecken, Sprungfelsen und andere Natursteinarbeiten nahmen Gestalt an.

Nach dem Einbau des Filtersubstrats konnten die ersten Wasserpflanzen und der Stauschacht im Pflanzenfilter gesetzt werden, der für die Reinigung des Badewassers wichtigste Bauteil war kurz vor der Vollendung.
In dieser Bauphase waren leider auch immer wieder Schäden durch Vandalismus beim morgendlichen Arbeitsbeginn festzustellen: Pflanzen waren ausgerissen und Flächenbeläge durch Tritte und Fahrspuren beschädigt worden. Trotzdem wuchs die Anlage immer weiter:
Die Steganlage und Wege wurden in Angriff genommen und zusammen mit und den Naturstein- und Folienarbeiten Mitte November fertiggestellt. Damit war ein weiterer wichtiger Schritt erreicht: das Wasser konnte in die Becken eingelassen werden.
Dank des bis dahin milden Winters war es zudem möglich, Anfang Dezember die Sträucher und Bäume zu pflanzen, womit das Gelände im Zusammenspiel von Wasser, Holz und Pflanzen schon beinahe seine jetzige Gestalt erhielt.

Doch noch fehlte ein wichtiger Bestandteil, sozusagen der Motor des Schwimmteichs: die Pumpe. Diese wurde zusammen mit den Versorgungsleitungen für Strom und Wasser in den Monaten Februar und März installiert.
Am Ende diesen nicht immer ganz einfachen Weges konnte Anfang April der Wasserkreislauf in Betrieb genommen werden, seitdem fließt, rauscht und plätschert das Wasser überall in der Schwimmteichanlage. Nach dem Umbau von Freibad und Hochbauten ist das Areal kaum wiederzuerkennen.

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