Keramik & Töpfern

Seit Jahrhunderten wurde in und um Höhr-Grenzhausen traditionell das Westerwälder salzglasierte, grau-blaue Steinzeug gefertigt.

 Es gab sehr viele Werkstätten. Brannten mehrere der bis zu 42 cm3 großen Kannenöfen, lag der Ort in einer dicken Rauchwolke. Heute gibt es nur noch wenige traditionelle Betriebe. Die allermeisten Kannenöfen und Eulereien sind abgerissen. Aber einige haben überlebt und sind es wirklich wert, als Denkmäler einer Jahrhunderte alten Handwerkskultur besichtigt zu werden. Dank der zahlreichen Keramischen Ausbildungsmöglichkeiten hat sich darüber hinaus eine einzigartige zeitgenössische Keramikszene in Höhr-Grenzhausen gebildet. Höhr-Grenzhausen gilt als das in Europa größte Bildungs- und Forschungszentrum Keramik (BFZK). Der Reichtum der Region liegt in der extremen Bandbreite des keramischen Schaffens. Die Spanne reicht von Irdenware über Steinzeug bis zum Porzellan. Skulptur, Geschirr, Lampen, Gartenkeramik, Geschenkartikel, Kachelöfen, Architekturkeramik, Dekoratives.

FILM: Die Kannenbäcker im Westerwald , eine untergegangene Arbeitswelt in grau - blauer Salzglasur." Was bleibt ?" Zeitzeugen erinnern sich in Gesprächen.