Entwicklung der Abwasserbeseitigung

Bis zum Jahr 1991 waren nur rd. 80% aller Grundstücke in der Stadt Höhr-Grenzhausen an eine zentrale biologische Kläranlage angeschlossen. Der restliche Teil wurde, ebenso wie die Ortsgemeinden Hillscheid, Hilgert und Kammerforst, die Ortsteile Grenzau und Hilgert-Faulbach über sogenannte Kleinkläranlagen (2- und 3-Kammerklärgruben) entsorgt. Die Fäkalschlämme aus diesen Einrichtungen wurden jährlich abgefahren und in der Kläranlage Höhr-Grenzhausen nachbehandelt. Spätestens mit dem Inkrafttreten des neuen Landeswassergesetzes im Jahr 1990 und der Forderung nach einem mittelfristigen Abwasserbeseitigungskonzept entspricht diese Art der Schmutzwasserbeseitigung nicht mehr den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Das äußerte sich auch in der deutlichen Erhöhung der Abwasserabgabe, die an dem Verschmutzungsgrad des eingeleiteten Abwassers in ein Gewässer bemessen wird. Auch die alte Kläranlage Höhr-Grenzhausen entsprach nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen, so daß für die Abwassereinleitung in den Ferbach nur ein befristeter Sanierungsbescheid bis 1996 erteilt wurde. Dies geschah mit der Maßgabe, umgehend eine neue Anlage zu errichten, die den erhöhten Anforderungen gerecht wird.

Fazit: Die gesamte Abwasserbehandlung in der Verbandsgemeinde mußte neu erstellt oder saniert werden.

Dazu gehörte auch die Regenwasserbehandlung bzw. Entlastungseinrichtungen in den Verbindungssammlern.

In Anbetracht der gesetzlichen Forderungen, die natürlich schon vor Inkrafttreten bekannt waren, wurde bereits im Jahr 1984, mit der Gründung der Verbandsgemeindewerke, ein Ingenieurbüro mit der Planung der Abwasserbeseitigung in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen beauftragt. Das 1988 vorgelegte Konzept wies ein Investitionsvolumen von 22 Mio. Euro aus. Vorgesehen waren darin u. a. der Bau der Kläranlage in Hillscheid, der Bau einer Kläranlage im Brexbachtal, wo der nördliche Teil von Höhr-Grenzhausen, der Ortsteil Grenzau sowie die Ortsgemeinden Hilgert und Kammerforst angeschlossen werden sollten. Eine Erneuerungsplanung für die Kläranlage Höhr-Grenzhausen sollte ebenfalls Bestandteil des Vorentwurfs sein.

Die Umsetzung scheiterte schließlich an der Standortproblematik der Kläranlage Brexbachtal und den planerischen Randbedingungen wie Platzbedarf und Einleitungssituation der Kläranlage Höhr-Grenzhausen.

Bis Ende des Jahres 1991 wurde ein neues Konzept erstellt, welches mit Investitionskosten von nur 11 Mio. Euro schneller und kostengünstiger umgesetzt werden konnte. Elementarer Bestandteil war eine Ersatzlösung für die Kläranlage Brexbachtal. Mit der Fertigstellung der Kläranlage Höhr-Grenzhausen ist nach nur fünf Jahren der letzte Schritt des verwirklicht.

Unsere Zielsetzungen:

Auch in Zukunft sehen wir unsere Hauptaufgabe darin, Betriebs- und Investitionskosten zu minimieren und verstehen uns als ein Dienstleistungsunternehmen im Sinne unserer Kunden und der Umwelt. Wenn Sie Fragen zum Thema "Abwasser" haben, rufen Sie an oder schreiben uns.

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