Blühende Wiesen – aber wie? Kirchengemeinde setzt sich für naturnahe Grünflächen ein


Hierzu fand ein Informationsabend mit dem Biologen Dr. Peter Schwickert statt, der am 25. September im Pfarrheim in Höhr-Grenzhausen einen bebilderten Vortrag zum Thema "Entwicklung einer naturnahen Wiese" hielt.

Zu Beginn begrüßte der Leiter des Umweltteams, Rudi Himmerich, die zahlreich erschienen Zuhörer und erläuterte die Vorteile einer naturnahen Wiesengestaltung. So bietet eine blühende Wiese einen schönen Anblick, muss seltener gemäht werden und gibt vielen Insekten Nahrung und Unterschlupf. Danach sahen die Teilnehmer der Veranstaltung einen Ausschnitt aus dem Film "Die Wiese – Ein Paradies nebenan" von Jan Haft.

Nach dieser Einstimmung begann Dr. Schwickert seinen Vortrag und wies zu Anfang darauf hin, dass der Entwicklungsprozess vom gepflegten Rasen zur blühenden Wiese mehrere Jahre umfassen kann. Es ist nicht mit sofortigen Erfolgen zu rechnen, weil die gedüngte Rasenerde zu nährstoffhaltig für Wiesengräser und -blumen ist. Das bedeutet, dass zwar nur zweimal jährlich, im Frühjahr und Spätsommer, gemäht wird, um den Pflanzen das Blühen und Aussamen zu ermöglichen, das Mahdgut dann aber von der Fläche entfernt werden muss, damit die Nährstoffe nicht erneut in den Boden gelangen. Wildgräser und -blumen siedeln sich mit der Zeit von allein an. Durch Aussaat von Wildblumen und Wiesengräsern kann der Prozess unterstützt werden. Wildblumensamen sollte man am besten im Fachhandel kaufen, um sicherzustellen, dass es sich um Blumen handelt, die aussamen und auch in den Folgejahren Farbe in die Wiese bringen.

Bei der anschließenden Diskussion kam der Vorschlag von den Zuhörern, bei der Umgestaltung von Flächen um die Kirchengebäude Informationstafeln aufzustellen, damit ersichtlich wird, warum der sonst ganzjährig kurz gemähte Rasen nun so "unordentlich" aussieht.

Zur direkten Anschauung lud Dr. Schwickert die Teilnehmer in seinen nahe gelegenen großen Garten ein und zeigt hier am praktischen Beispiel, wie eine blühende Wiese entsteht und wie ihre Pflanzengemeinschaft aussehen kann.

Die mehr als 30 Besucher waren begeistert und hatten noch viele Fragen zur Anlage eines naturnahen Gartens. So war es Alles in Allem eine sehr informative Veranstaltung.

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