Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen

Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen wird durch die Autobahn A48 erschlossen. Sie ist Europas größtes Ausbildungszentrum für Keramik und beherbergt neben der einzigen deutschen Fachhochschule für Keramik auch das „Keramische Zentrum", dort sind die Staatl. Fachschulen für Keramik und die Berufsbildende Schule für das Keramikhandwerk untergebracht.

Im Jahre 2002 wurde das CeraTechCenter, ein Zentrum für Existensgründer in der technischen Keramik, in Betrieb genommen.

Ein Institut für Künstlerische Keramik sowie das Forschungsinstitut für anorganische Werkstoffe, Glas/Keramik fehlt ebenfalls nicht in Höhr-Grenzhausen.

Höhr-Grenzhausen verfügt daneben über ein weiteres Schulzentrum für allgemeinbildende Schulen, in dem sich das Gymnasium im Kannenbäckerland, die Ernst-Barlach-Realschule sowie die Hauptschule am Tonberg befindet.
Das Bildungsangebot wird durch drei weitere Grundschulen sowie durch eine Sonderschule abgerundet. Die Kreisvolkshochschule betreibt in der Kannenbäckerstadt eine Nebenstelle. Daneben gibt es zwei Büchereien, wobei die städtische Bücherei über 12.000 Medien bereithält. Somit bietet Höhr-Grenzhausen ca. 2.700 Schul- bzw. Studienplätze an.

Die Kannenbäckerstadt Höhr-Grenzhausen wird ihrem weltweiten Ruf als Zentrum der Keramikherstellung durch die Veranstaltung eines weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Keramikmarktes am jeweils ersten Wochenende im Juni gerecht.

Der Dokumentation ihrer Spitzenstellung im keramischen Bereich dienen die vorhandenen Museen. Das Keramikmuseum Westerwald, die privaten Keramikmuseen „Im Kannenofen" der Familie Peltner und der Firma Merkelbach Manufaktur und das ebenfalls private historische Steinzeugmuseum in der Burg Grenzau - einem Burgen-Sonderling, der während des 30jährigen Krieges eine Art „befestigte Töpferei" darstellte und wegen des in Deutschland einmaligen, dreieckigen Bergfriedes wohl am bekanntesten ist -. In Hillscheid gibt es einen rekonstruierten Limesturm sowie ein Heimatmuseum.
Auch in Höhr-Grenzhausen gibt es seit 1997 ein Museum für Stadtgeschichte in der Brunnenstraße, wo auch ein Keramik-Forum beheimatet ist.