Informationen & Links für Unternehmen

ÜBERBRÜCKUNGSHILFE für kleine und mittelständische Unternehmen

Die Überbrückungshilfe soll die Existenz von gefährdeten kleinen und mittelständischen Unternehmen, Soloselbstständigen und Angehörigen der Freien Berufe im Zeitraum von Juni bis August 2020 sichern. Es richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die im April und Mai Umsatzrückgänge im Jahresvergleich von über 60 Prozent erfahren haben und zudem in den Monaten Juni, Juli und August 2020 voraussichtliche Umsatzrückgänge von mindestens 40 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erleiden. Auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums erfahren Sie mehr zur Antragstellung und dem weiteren Verfahren. Ebenso erhalten Sie hier eine Übersicht zu den Voraussetzungen, ob Sie antragsberechtigt sind. Nachdem die Anträge auf Überbrückungshilfe im bundesweiten Online-Antragsportal eingegangen sind, werden sie automatisch an die zuständigen Bewilligungsstellen - der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz - übermittelt. Die Antragsbearbeitung erfolgt dann auf Länderebene. 
Damit löst die Überbrückungshilfe teilweise die bisherigen Corona-Soforthilfen (bis zum 30.06.2020 beantragbar) ab. 

Das Programm startet am 10. Juli 2020

Was müssen Sie jetzt tun?
Kontaktieren Sie einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Sie können Anträge nur in Zusammenarbeit mit diesen Dienstleisterinnen und Dienstleistern stellen. Gemeinsam besprechen Sie dann das weitere Vorgehen zur Antragstellung.

Die Beantragung kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer bei der ISB gestellt werden! 

Eine entsprechende Liste an Steuerberatern finden Sie u.a. im Steuerberater-Suchdienst oder dem Deutschen Steuerberaterverband e.V. oder bei der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz. Eine Liste zu Wirtschaftsprüfern wurde seitens der Kammer zusammengestellt.

Hinweise für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
Zuvor müssen sich Steuerberater und Wirtschaftsprüfer über das zentrale Portal des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) registrieren. Dort werden anschließend die Anträge für das gesamte Bundesgebiet gestellt und vollständig hochgeladen. Die Anträge werden dann an die in den Ländern zuständigen Stellen weitergeleitet, dort bearbeitet und auch von dort ausgezahlt.

UPDATE: Sonderprogramm Corona Venture Capital - Stärkung der Eigenkapitalbasis von Start-ups und kleinen und mittleren Unternehmen

Beteiligungsfonds zur Finanzierung von Corona-bedingten Liquiditätsbedarfen

Beteiligungsfonds in Rheinland-Pfalz gestartet: In Höhe von bis zu 500.000 Euro reicht die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) über ihre Fondsgesellschaft WFT stille Beteiligungen an innovative technologieorientierte junge Start-ups sowie kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen aus, die im Zuge der Coronakrise unverschuldet in einen Finanzierungsengpass geraten sind.
Insgesamt umfasst der Fonds Mittel in Höhe von 150 Millionen Euro, wobei 50 Millionen Euro aus Landesmitteln und 100 Millionen Euro aus Bundesmitteln über die KfW zur Verfügung gestellt werden. Finanziert werden in erster Linie Corona-bedingte Liquiditätsbedarfe für laufende Kosten wie Miete, Gehälter, Warenlager und Betriebsmittel. Gefördert werden alle bilanzstärkenden Maßnahmen. Die Beteiligung durch die ISB ist mindestens fünf Jahre tilgungsfrei und läuft bis zu zehn Jahre.
Start-ups, die maximal fünf Jahre am Markt sind, und KMU mit bis zu 250 Mitarbeitenden können bis zum 1. November 2020 Anträge direkt bei der ISB im „Sonderprogramm Corona Venture Capital“ stellen. Die ISB berät zu allen Fragen der Antragstellung. Der Beteiligungsfonds ist ein weiteres Unterstützungsangebot der Landesregierung an die von der Coronakrise betroffene Wirtschaft. 

Die Antragsunterlagen für das Sonderprogramm werden von der ISB auf Anfrage zur Verfügung gestellt!

Nachfolgend finden Sie alle Hintergrundinformationen zu den Kapitalbeteiligungen in den Richtlinien:

für Start-ups (Gründer*innen)

  • die max. 5 Jahre am Markt sind, 
  • technologieorientiert, 
  • mit einem Erfolg versprechenden wachstumsorientierten Geschäftsmodell und 
  • max. 50 Mitarbeitenden 
  • in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft 

Beteiligungskonditionen

  • stille Beteiligung: mind. 100.000 Euro bis zu 500.000 Euro 
  • 5 Jahre Laufzeit mit endfälliger Tilgung
  • Vergütung in der Regel analog zur KMU-Variante zzgl. einer Endvergütung von 15 Prozent
  • Verwendungszweck: Betriebsmittel, Gehälter, F&E-Investitionen, Markteinführungsaufwendungen
  • In Ausnahmefällen sind auch offene Beteiligungen zu marktgerechter Bewertung möglich

für KMUs (kleine und mittlere Unternehmen)

  • mit einem etablierten Geschäftsmodell 
  • mit max. 250 Mitarbeitenden und 
  • einem Gruppenumsatz von weniger als 75 Mio. Euro

Beteiligungskonditionen

  • stille Beteiligung: mind. 100.000 Euro bis zu 500.000 Euro 
  • 10 Jahre Laufzeit: davon 5 Jahre tilgungsfrei und danach ratierliche Rückführung in halbjährlichen Raten
  • Festvergütung: 3 Prozent p.a. plus 3 Prozent gewinnabhängige Vergütung
  • Verwendungszweck: Betriebsmittel, Gehälter, Warenlager, Kleinstinvestitionen