BürgerMobil der Verbandsgemeinde

Am Dienstag, 29.08.2017 ist der Startschuss für den Fahrbetrieb des BürgerMobils der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen gefallen. Als 53. Bürgerbus in Rheinland-Pfalz sorgt das „Busje“ nun auch in der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen für einen Zugewinn an individueller Mobilität. Pünktlich um 9 Uhr begrüßte VG-Bürgermeister Thilo Becker mit Maria Altay und Katharina Pitters die ersten beiden Fahrgäste am Rathaus. Thilo Becker hob hervor, dass das BürgerMobil ein großer Mobilitätsgewinn für die Verbandsgemeinde ist. Er dankte allen engagierten Ehrenamtlern, ohne die das Projekt nicht zu realisieren gewesen wäre.

Auf Initiative einer ehrenamtlich engagierten Bürgerin ist im letzten Jahr auch der erneute Anlauf für die Einrichtung eines Bürgerbusses entstanden. Inge Schmidt aus Hilgert, im Projekt Koordinatorin des Telefonteams, hatte Thilo Becker im Sommer 2016 auf das Bürgerbus-Projekt der VG Puderbach aufmerksam gemacht. Nach einem kurzen Gespräch mit dem dortigen VG-Bürgermeister Mendel wurde schnell deutlich, dass kann auch in der heimischen VG funktionieren. So machte sich Thilo Becker gemeinsam mit Inge Schmidt auf den Weg nach Puderbach, um an der dortigen Informationsveranstaltung teilzunehmen. Die Kontakte zum landesweiten Beratungsprojekt „Bürgerbusse RLP“ um Dr. Holger Jansen und Ralph Hintz waren zügig geknüpft. Nach der Vorstellung im Haupt- und Finanzausschuss Hillscheid im Spätherbst 2016 war klar, dass das Projekt auf Verbandsgemeindeebene realisiert werden soll.
Für die breite Unterstützung seitens des Verbandsgemeinderates dankte Thilo Becker den Mitgliedern. Diese hatten in der Sitzung vom 06.03.2017 einstimmig für die Einführung des Bürgerbusses votiert und somit auch politisch den Weg für das Projekt geebnet. Thilo Becker wünschte den Ehrenamtlern und allen künftigen Fahrgästen gutes Gelingen und stets eine gute Fahrt.

Im Telefonteam engagiert ist Ellen Schwarz (Mitglied des Seniorenbeirats), die einen kurzen Einblick in den ersten Telefontag gab. „Es liegen bereits Anmeldung für den heutigen Tag aber auch schon für Donnerstag vor. Die Fahrziele sind hierbei sehr ausgewogen, von der Fahrt zum Arzt, in den Supermarkt oder zu Bekannten“, so Frau Schwarz. Neben der Entgegennahme der Telefonate fällt die Erstellung der Fahrpläne ebenfalls in den Aufgabenbereich der Telefonisten. Nach Ende der Anmeldezeit um 16.30 Uhr werden die angenommenen Fahrwünsche sortiert und dem Fahrer in einer Liste als Fahrplan zur Verfügung gestellt. So weiß der Fahrer bereits am Vortag, wann die erste Fahrt stattfindet und wo diese hingeht.

Artur Breiden, Beauftragter für das BürgerMobil in der Verbandsgemeinde, lobte sein Team aus ehrenamtlichen Kräften. „Alle stehen voll hinter diesem Projekt und das Team ergänzt sich optimal. Die Aufgaben können auf viele Schultern verteilt werden und alle ziehen an einem Strang. Wir freuen uns nun, dass es endlich losgeht.“

Dr. Holger Jansen vom landesweiten Beratungsprojekt „Bürgerbusse RLP“ wies noch einmal auf die Vorteile der individuellen Einrichtung der Bürgerbusse hin. Das Mobilitätsangebot wird passgenau auf die jeweiligen Bedarfe der Verbandsgemeinden zugeschnitten. Verwaltung und Ehrenamtler können das Angebot auf die jeweiligen sozialräumlichen und geografischen Anforderungen anpassen und so ein maßgeschneidertes Mobilitätskonzept auf die Füße stellen. Durch die Organisation auf der Ebene der Verbandsgemeinde ist außerdem gewährleistet, dass im Betrieb notwendige Änderungen unbürokratisch zwischen Ehrenamtlern und Verwaltung umgesetzt werden können.

Gefahren wird aktuell noch mit einem vorläufigen, modellgleichen Fahrzeug, da sich das bestellte Fahrzeug noch in der Produktion befindet. Voraussichtlich Mitte Oktober wird dann das „richtige“ Busje mit entsprechender Beklebung auf den Straßen der Verbandsgemeinde unterwegs sein.

Weitere Informationen finden Sie auf dem Flyer zum BÜRGER-MOBIL und auf der Seite "Projekt Bürgerbusse" des Landes Rheinland-Pfalz.

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