„Immer was los…“ Brunnen „Im unteren Hau“ in Hillscheid: Brunnenausbau statt Brunneneinsturz


Wer erinnert sich nicht an den heißen Sommer vergangenen Jahres? Und auch wenn in unserer Verbandsgemeinde kein ernster Grund zur Sorge besteht, weiß doch jeder: Wasser ist ein kostbares Gut. Und ein eingestürzter Brunnen hilft niemanden.

Also haben die Verbandsgemeindewerke geprüft, wie mit dem Brunnen „Im unteren Hau“ umgegangen werden kann, der schon länger nicht mehr in Betrieb war. Der erste Gedanke: Reinigen! Ein Verfahren mithilfe einer Hochdruckdrüse und eines entsprechenden Druckverfahrens. Allerdings wäre der nötige Druck so hoch gewesen, dass der Brunnen wegen der eh schon bestehenden Schäden eingebrochen wäre. Schnell war klar: Es wird eine neue Einschubverrohrung benötigt. Verschiedene Rohre werden nun in den Brunnen eingesetzt, stabilisieren ihn und sorgen so dafür, dass er wieder in Betrieb genommen werden kann.

Nach eingehender Planung – es muss genau darauf geachtet werden, welches Rohr an welcher Stelle, welches zuerst und welches zuletzt eingesetzt wird – werden zum Beispiel neue Filterrohre eingebaut. Dabei handelt es sich um Hochleistungsfilter aus den USA. Diese sind dazu da, größere Partikel aus dem Wasser rauszufiltern, damit die eingebaute Pumpe dann reines Grundwasser ohne Schlamm oder ähnlichem an die Oberfläche befördern kann. Die Beschaffenheit des Grundwassers ist übrigens auch maßgeblich dafür, wie oft eine Reinigung oder Regeneration durchgeführt werden muss. Wenn wie bei uns viel Eisen und Mangan im Grundwasser zu finden sind, sind solche Maßnahmen früher nötig, als wenn diese Substanzen kaum im Grundwasser vorhanden sind. Selbstverständlich hängt der Zeitraum auch von der Beschaffenheit des Brunnens ab. Im Regelfall ist in unseren Lagen eine Reinigung alle 5 – 10 Jahre nötig. Der Brunnenausbau in Hillscheid kostet rund 20.000 Euro.

Und wieder einmal wird klar: Sauberes Wasser ist keine Selbstverständlichkeit und jeder Verbrauch sollte überlegt sein. Der Brunnen „Im unteren Hau“ wird in wenigen Tagen wieder voll für die Wasserversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger einsatzbereit sein.

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