Kommunale Holzvermarktung Westerwald-Rhein-Taunus


Eine Klage des Bundeskartellamtes hinterfragte die bisherige Holzvermarktung der Landesforsten Rheinland-Pfalz, welche Holzmengen aus dem Privatwald, dem Kommunalwald und dem Staatswald bündelte. Um dieser Klage zu entgehen, werden in Zukunft die Kommunen in Rheinland-Pfalz in Eigenregie ihr Holz vermarkten. Zur Selbstverwaltung im Holzhandel, wurde im letzten Jahr mit den beteiligten Verbandsgemeinden und Städten intensiv an einer Lösung gearbeitet. In Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium, der Landesforsten und des Gemeinde- und Städtebundes, realisierte man in Rheinland-Pfalz fünf Vermarktungs-organisationen. Die neugegründete GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der Verbands-gemeinden und Städte und hat keine Gewinnabsicht. Für die ersten 7 Jahren stellt das Land Rheinland-Pfalz eine Anschubfinanzierung bereit.

Bei der Gründung haben die Gesellschafter Herrn Martin Gräf als Geschäftsführer und Herrn Jörn Michael Volk als Prokuristen bestellt.

Die Gesellschafterversammlung der GmbH hat Thilo Becker von der VG Höhr-Grenzhausen als Vorsitzenden, sowie Horst Rasbach VG Dierdorf und Jens Güllering VG Nastätten als Vertreter gewählt. Nach den Kommunalwahlen haben die waldbesitzenden Kommunen die Möglichkeit Mitglieder für einen Beirat zu benennen.

Die KHVG vermarktet jährlich ca. 280.000 Festmeter Laub- und Nadelholz von 350 Kommunen mit 72.000 Hektar zwischen Kaub und Unkel. Die Produktion der Hölzer verbleibt bei den 64 Forstrevieren, der sechs regionalen Forstämter. Ziel ist es, dass die hohe Qualität im Holzhandel bleibt und weiterhin gute Preise erzielt werden.

Der Start der GmbH findet in einer forstwirtschaftlichen Katastrophenphase statt. Denn der trockene Sommer 2018 hat die Fichtenbestände massiv geschädigt und abgestorbene Bäume prägen das Landschaftsbild. Häufig haben Borkenkäfer zusätzlich die Bestände befallen und warten unter der Holzrinde auf die ersten Frühlingstage. Das Borkenkäferholz erzielt geringere Verkaufserlöse und es kommt zu einem Überangebot auf dem Holzmarkt.

Die Geschäftsstelle der KHVG befindet sich in Höhr-Grenzhausen, Bergstraße 63a.. Zwischen März und April werden bis zu 4 Sachbearbeiter ihre Tätigkeit aufnehmen und an einer Fortbildung in der Holzvermarktung teilnehmen.

Nach ersten Terminen mit regionalen und überregionalen Holzkunden, stehen in den nächsten Wochen die ersten Holzverkaufsverträge an, welche die neue GmbH abschließen wird.

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Von links nach rechts: Revierleiter Kannenbäckerland Detlev Nauen, Prokurist und Forstingenieur Jörn Michael Volk, Geschäftsführer und Forstassessor Martin Gräf, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung und Verbandsbürgermeister Höhr-Grenzhausen Thilo Becker

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