Liebe Bürgerinnen und Bürger,
zum Ende des Jahres wollen wir auf die prägenden Ereignisse der vergangenen Monate zurückblicken. Welche Themen haben Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger beschäftigt? Welche Projekte wurden initiiert, vorangetrieben oder abgeschlossen? Nachfolgend eine – sicher nicht vollständige – Auswahl:
Januar
Der Januar stand ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die für Februar angesetzte Bundestagswahl 2025. Innerhalb kürzester Zeit mussten Wahlunterlagen erstellt, die Briefwahl organisiert und zahlreiche organisatorische Abläufe koordiniert werden – verbunden mit einem hohen Arbeitseinsatz in unserer Verwaltung.
Februar

Im Februar wurde ein Wasserlieferungsvertrag mit den Vereinigten Wasserwerken Mittelrhein (VWM) unterzeichnet. Gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Montabaur, Ransbach-Baumbach und Wirges sichert sich die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen damit eine zuverlässige Trinkwasserversorgung in Notsituationen. Die hierfür notwendige Infrastruktur – darunter eine rund zehn Kilometer lange Druckleitung, Hochbehälter und Pumpwerke – wird in den kommenden Jahren errichtet. Ebenfalls im Februar, zeitgleich mit der Bundestagswahl, fand die Wahl des neuen Bürgermeisters der Verbandsgemeinde statt: Marco Weißer wurde mit 81,4 % der Stimmen bei einer hohen Wahlbeteiligung von 74,5 % zum designierten Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen gewählt.
März

Am 22. März 2025 wurde der Neubau der Verbandsgemeindewerke offiziell eingeweiht. Beim Tag der offenen Tür konnten sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher über die vielfältigen Aufgaben der Werke informieren – von der Wasserversorgung über die Abwasserentsorgung bis hin zur entsprechenden Infrastruktur. Die neu geschaffenen Büro- und Werkstattflächen schaffen zeitgemäße Arbeitsbedingungen und entsprechen den modernsten energetischen Standards.
April

Ein wichtiger Baustein der Hochwasservorsorge wurde umgesetzt: Die Pegelstände an den Messstellen Brexbach (Drosselbauwerk) und Hüttenmühle (Masselbach) sind nun online und per App abrufbar. Damit erhalten Bürgerinnen und Bürger wertvolle Informationen zur Einschätzung von Hochwasser- und Starkregenlagen, die insbesondere eine Gefahr für den Stadtteil Grenzau darstellen.
Parallel startete die Erstellung eines kommunalen Wärmeplans. Ziel war es, die Potenziale der Wärmeversorgung für die rund 3.940 Haushalte der Verbandsgemeinde im Hinblick auf erneuerbare Energien und Abwärme zu untersuchen. Mit der Erstellung wurde die Energieversorgung Mittelrhein AG (evm) beauftragt; der Wärmeplan wurde zum Ende des Jahres fertiggestellt.

Auch die Aktion „Bäume für Bürger“ war ein voller Erfolg: Insgesamt wurden 67 heimische Laub- und Obstbäume kostenlos an interessierte Bürgerinnen und Bürger ausgegeben.
Mai
Vom 16. Mai bis zum 5. Juni lud die Verbandsgemeinde erneut zum STADTRADELN ein, um möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen.
Am 31. Mai startete zudem die neue Saison im Naturschwimmbad Linderhohl – erstmals mit einem neuen Wasserspielplatz für die jüngsten Besucherinnen und Besucher.
Juni
Am 14. und 15. Juni 2025 fand der 45. Europäische Keramikmarkt statt – ein bedeutender Branchentreff und kulturelles Highlight. Auf einer rund 500 Meter langen Marktzone im Ortsteil Grenzhausen präsentierten 125 von einer Jury ausgewählte Keramikerinnen und Keramiker aus acht Ländern ihre Arbeiten, 190 Aussteller hatten sich beworben.
Juli

Am 31. Juli erfolgte die Amtsübergabe von Bürgermeister Thilo Becker an seinen Nachfolger Marco Weißer. Nach 16 Jahren Amtszeit wurde damit ein neues Kapitel in der Verbandsgemeinde aufgeschlagen.

Erstmals wurde in Höhr-Grenzhausen eine Stadtkirmes veranstaltet. Am „Platz der Begegnung“ stieß sie auf große Resonanz und etablierte ein neues gemeinschaftliches Kirmesformat für die Stadtteile Höhr und Grenzhausen.

Im Neubaugebiet „Am Vallendarer Törchen“ in Höhr-Grenzhausen wurden die Erschließungsarbeiten für 45 Baugrundstücke abgeschlossen; erste Grundstücks-eigentümerinnen und -eigentümer konnten bereits mit dem Hausbau beginnen.
Nahezu zeitgleich starteten umfangreiche Straßenbaumaßnahmen, darunter die Vollsperrung der Landesstraße L 308 zwischen Juli und Anfang Dezember sowie der Strecke zwischen Hillscheid und Neuhäusel. Die Sperrungen führten zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen und strapazierten Nerven, konnten jedoch im Laufe des Jahres abgeschlossen werden. Der Bau der Ersatzbrücke zur A48 ist in vollem Gang und auch der Neubau der bisherigen Brücke wird uns in 2026 begleiten.
August

Im August fanden die ersten Termine der First-Responder-Gruppe statt. In Kooperation mit dem DRK-Ortsverein Kannenbäckerland werden Ehrenamtliche ausgebildet, um bei medizinischen Notfällen Erste Hilfe zu leisten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Der Einsatzstart ist für das Jahr 2026 vorgesehen.
Zudem wurden die Baugrundstücke im Neubaugebiet „Kirchhahn“ in Hilgert vergeben. Insgesamt 17 Grundstücke wurden im Losverfahren angeboten.
September

Am 26. September besuchte eine Delegation aus Verbandsgemeinderat, Verwaltung und der Else-Schütz-Stiftung ein modernes Lehrschwimmbad in Bonn-Bad Godesberg. Dieses dient als Vorbild für das geplante Lehrschwimmbad in Höhr-Grenzhausen, das am Schulzentrum entstehen soll. Nach Fertigstellung wird es der Verbandsgemeinde übergeben und insbesondere dem Schulschwimmen sowie der Schwimmförderung von Kindern und Jugendlichen dienen.
Oktober
Der Oktober war von weniger erfreulichen Ereignissen geprägt: In der Nacht des 11. Oktober 2025 kam es zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Todesopfern und mehreren Verletzten, der die gesamte Verbandsgemeinde tief berührte.

Am 23. Oktober brannte die Feuerwehrhütte im Hillscheider Wald vollständig nieder. Die Hütte war über Jahrzehnte ein wichtiger Treffpunkt des Dorflebens. Die Ortsgemeinde kündigte an, sie wieder aufzubauen.

Aber es gab auch Erfreuliches: Am 19. Oktober wurde in Hillscheid das neue Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 10 feierlich eingeweiht und in den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen mit Standort in Hillscheid gestellt. Das Fahrzeug hat einen stolzen Anschaffungswert von 640.000 Euro und wird die Arbeit unserer Wehr auf höchstem Niveau unterstützen.
Am 31. Oktober 2025 wurde Höhr-Grenzhausen offiziell in das UNESCO Creative Cities Network aufgenommen – als erste deutsche Kreativstadt des Handwerks und zugleich als erste Kleinstadt weltweit in diesem Netzwerk. Die Auszeichnung würdigt die lange keramische Tradition der Stadt sowie ihre Bedeutung als Zentrum keramischer Ausbildung, Forschung und Innovation.
November

Am 17. November 2025 startete das Modellvorhaben „Innenstadt-Impulse“ mit einer Auftaktveranstaltung unter dem Motto #HöhrHinaus. Ziel des Projekts ist es, die Innenstadt zu stärken und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. In verschiedenen Formaten – von Expertenforen bis hin zu Bürgerdialogen – wurden Ideen für neue Nutzungs- und Gestaltungskonzepte diskutiert. Geplant sind unter anderem Maßnahmen zur Nachnutzung von Leerständen sowie kulturelle und kreative Angebote.

Ebenfalls im November wurden die K² Studios in den Räumlichkeiten der ehemaligen Töpferei Girmscheid eröffnet. Die flexibel nutzbaren Atelierräume bieten Keramikerinnen und Keramikern sowie weiteren Künstlerinnen und Künstlern Raum für Produktion, Ausstellung und Zusammenarbeit.
Dezember
Zum Jahresende wurde ein weiterer Meilenstein für das Lehrschwimmbadprojekt erreicht: Vertreter der Else-Schütz-Stiftung, der Firma Freistil Schwimmbadbau und der Verbandsgemeinde unterzeichneten die notwendigen Verträge zur Zusammenarbeit. Der Bau des Lehrschwimmbads ist für das Jahr 2026 vorgesehen. Die ersten Vorbereitungsmaßnahmen begannen bereits in der Woche vor Weihnachten 2026, um das Grundstück baureif zu machen und auch auf Kampfmittelfreiheit zu untersuchen.
