Aktuelle Information: Die akute Lage ist bewältigt!


Nach einer langen Nacht und einem ebenso arbeitsintensiven Tag dürfen wir mitteilen: Die akute Krisenlage in unserer Verbandsgemeinde ist weitgehend bewältigt. Um 19.53 Uhr wurde der Verwaltungsstab im Rathaus aufgelöst. Die Sicherungs-, Aufräum- und Schadensbeseitigungsarbeiten werden uns zwar noch einige Zeit beschäftigen, die akuten Einsatzstellen sind jedoch größtenteils abgearbeitet.

Auch bei der Stromversorgung gibt es gute Nachrichten: Die Bürgerinnen und Bürger in Grenzau haben wieder Strom. Damit ist die Versorgung in nahezu der gesamten Verbandsgemeinde wiederhergestellt. Lediglich der Ortsteil Faulbach ist nach aktuellem Stand noch ohne Strom. Dort laufen die Arbeiten weiter.

Die L308 zwischen Höhr-Grenzhausen und Vallendar ist wieder vollständig und sicher befahrbar.

Was Feuerwehr, Rettungskräfte, THW, DRK, First-Responder, Energieversorger und die vielen weiteren Helferinnen und Helfer seit gestern Abend geleistet haben, ist kaum in Worte zu fassen. Sie waren die ganze Nacht und den gesamten Tag über mit enormem Einsatz für unsere Verbandsgemeinde und die Menschen vor Ort da. Dafür sagen wir von Herzen Danke!

Auch die Koordinierung einer solchen Lage im Krisenstab ist eine enorme Herausforderung. Umso wichtiger war es, dass wir vor rund einem halben Jahr genau einen solchen Ernstfall im Rahmen eines Planspiels geübt haben. Viele Abläufe, Zuständigkeiten und Kommunikationswege konnten damals unter möglichst realistischen Bedingungen erprobt werden. Von dieser Vorbereitung haben wir in den vergangenen Stunden enorm profitiert. Ohne eine solche Übung und die daraus gewonnenen Erfahrungen wäre eine Lage dieser Größenordnung kaum in dieser Form zu bewältigen gewesen.

Bürgermeister Marco Weißer: „Ich bin beeindruckt von der Reaktion unserer Bürgerinnen und Bürger in dieser außergewöhnlichen Situation. Die überwältigende Mehrheit hat genau die Solidarität gezeigt, die wir von den Menschen in unserer Verbandsgemeinde kennen: keine Panik, sondern gegenseitige Hilfe und Anpacken, wo Unterstützung gebraucht wurde. Nachbarschaften haben zusammengehalten, Menschen haben einander geholfen und die Arbeit der Einsatzkräfte unterstützt.“

Und bei allen Schäden, die wir derzeit sehen, steht eine Erkenntnis über allem: Es grenzt an ein Wunder, dass wir bei einem Unwetter dieser Stärke weder Verletzte noch Menschenleben zu beklagen haben. Wenn wir sehen, welche Kräfte gewirkt haben, können wir dafür nur unglaublich dankbar sein.

Die kommenden Tage werden weiterhin von Aufräum-, Sicherungs- und Schadensbeseitigungsarbeiten geprägt sein. Aber die vergangenen Stunden haben einmal mehr gezeigt, was unsere Verbandsgemeinde ausmacht: Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und Menschen, die anpacken, wenn es darauf ankommt.

Ein riesiges Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben!