Ab Mittwoch, 11. Februar 2026, nehmen die First Responder der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen offiziell ihren Einsatzdienst auf. Aktuell engagieren sich rund 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in den Alarmierungsgruppen Hillscheid, Höhr-Grenzhausen und Hilgert. Die Verbandsgemeinde kooperiert zu diesem Zweck mit dem DRK-Ortsverband Kannenbäckerland, insbesondere im Bereich der Ausbildung, Schulung und Organisation.
In der laufenden Woche wurden die Ehrenamtlichen abschließend mit Dienstausweisen sowie digitalen Meldern ausgestattet. Bereits Mitte Januar hatte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, Marco Weißer, die First Responder im Rahmen einer feierlichen Zeremonie offiziell ernannt.
Alle Mitglieder der First-Responder-Gruppe wurden entsprechend ihres jeweiligen Ausbildungsstandes ausgerüstet. Jeder First Responder verfügt über eine vollständige Notfallausrüstung, die unter anderem Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Verbandsmaterial sowie Beatmungshilfen umfasst. Zusätzlich wurde eine einheitliche Einsatzkleidung beschafft. Die Kosten für die komplette Ausbildung sowie für die gesamte Ausrüstung werden vollständig von der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen übernommen.
Die First Responder werden zeitgleich mit dem Rettungsdienst alarmiert, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes so gering wie möglich zu halten. Sie stellen damit eine wichtige Ergänzung zum Rettungsdienst dar. Ihre Aufgabe besteht in der Erstversorgung der Patientinnen und Patienten, bis der Rettungsdienst eintrifft. Dazu zählen insbesondere lebenserhaltende Sofortmaßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie die Betreuung der Betroffenen. In bestimmten Notfallsituationen ist es entscheidend, das sogenannte therapiefreie Intervall so kurz wie möglich zu halten. Insbesondere bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kann ein schneller Beginn lebensrettender Maßnahmen die Überlebens- und Genesungschancen erheblich verbessern. In solchen Fällen leisten die First Responder einen wichtigen und wirkungsvollen Beitrag zur Rettungskette.
Bereits Ende des vergangenen Jahres wurden erste Lehrgänge für First Responder ohne medizinische Vorerfahrung durchgeführt. Die Ausbildung wird kontinuierlich durch regelmäßige Schulungen und Fortbildungen ergänzt, um vorhandenes Wissen zu vertiefen und neue Entwicklungen in der Notfallmedizin zu vermitteln.
Hinweis an die Bevölkerung: Die First Responder rücken in der Regel mit ihren privaten Fahrzeugen zum Einsatz aus. Sie können sich jederzeit durch ihren Dienstausweis und/oder ihre Einsatzkleidung ausweisen. Da in medizinischen Notfällen oft wenige Minuten entscheidend sind, bittet die Verbandsgemeinde um Verständnis und Unterstützung für dieses ehrenamtliche Engagement und dankt allen Helferinnen und Helfern ausdrücklich für ihren Einsatz.
