Parkstraße in Höhr-Grenzhausen eingeweiht


Bei strahlendem Sonnenschein wurde am 8. Juni die neue Fahrradstraße in der Parkstraße offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die erste Fahrt auf der neuen Strecke gehörte dabei den Kindern der Kindertagesstätte Regenbogen, die die Fahrradstraße mit ihren Rädern offiziell einweihen durften.

Der als Fahrradstraße ausgewiesene Abschnitt umfasst rund 350 Meter der insgesamt etwa 590 Meter langen Parkstraße. Dabei handelt es sich nicht um einen reinen Radweg, sondern um eine Fahrradstraße mit Freigabe für Anlieger und Lieferverkehr. Gleichzeitig wird die Straße für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrende deutlich sicherer gestaltet. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h.

„Mit einer der ersten Fahrradstraßen im Westerwald setzen wir ein klares Zeichen für die Mobilitätswende in unserer Stadt – hin zu einem sicheren und steigenden Fahrradverkehr“, betonte Stadtbürgermeister Wolfgang Letschert bei der Eröffnung. Der Ausbau der Parkstraße erfolgte im Vollausbau unter der Projektleitung von Daniel Ganis (Bauamt der Verbandsgemeinde) und umfasste weit mehr als die Einrichtung einer Fahrradstraße. Neben dem vollständigen Neubau des Straßenunterbaus wurden die Fahrbahn, Parkbuchten und Gehwege neu angelegt.

Von links nach rechts: Daniel Ganis (Bauamt, Projektleiter), Dieter Monnerjahn (Dr. Siekmann + Partner mbH, Planer), Uli Schulz (Günter Alsdorf GmbH & Co. KG, Bauleitung), Gerd Schäfer (Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau), Christof Schumacher (LandesBetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz), Hendrik Beuke (LandesBetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz), Wolfgang Letschert (Stadtbürgermeister Höhr-Grenzhausen)

Querungshilfen wurden barrierefrei ausgebaut, die Fahrbahn weitgehend niveaugleich gestaltet und sowohl die Straßenbeleuchtung als auch die Bepflanzung erneuert. Im Zuge der Arbeiten wurde außerdem Glasfaserinfrastruktur mitverlegt. Ursprünglich waren für das Projekt Kosten von rund 2,2 Millionen Euro veranschlagt worden. Die tatsächlichen Baukosten lagen jedoch deutlich darunter und belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro.Für die Umsetzung erhielt die Stadt Fördermittel in Höhe von rund 310.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“. Die Fahrradstraße dient insbesondere dem Alltagsradverkehr. Sie verbindet die Stadtteile Höhr und Grenzhausen und erschließt wichtige Ziele des täglichen Lebens wie das Schulzentrum am Tonberg, den Kindergarten Sonnenschein, Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen und weitere Einrichtungen. Gleichzeitig bietet sie eine attraktive und sichere Alternative zur parallel verlaufenden, stärker befahrenen Rathausstraße. Auch Gerhard Schäfer vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau würdigte die Maßnahme und bezeichnete das Projekt in der Keramikstadt als ein Vorzeigemodell für andere Gemeinden und Städte. Die neue Fahrradstraße zeige beispielhaft, wie Verkehrssicherheit, Aufenthaltsqualität und moderne Mobilitätskonzepte erfolgreich miteinander verbunden werden können.