Beim St. Martinszug in Höhr-Grenzhausen wurden am Donnerstagabend zwei Feuerwehrangehörigen ihre Einsatzhelme gestohlen. Die Polizei konnte die Helme bei einer Gruppe Jugendlicher sicherstellen. Einer der Helme wurde jedoch offenbar ins Martinsfeuer geworfen und dabei so stark beschädigt, dass er ersetzt werden muss. Bürgermeister Marco Weißer verurteilt den Vorfall deutlich.
Während zahlreiche Familien mit ihren Laternen durch Höhr-Grenzhausen zogen, waren auch die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, um für einen sicheren Ablauf des traditionellen Martinszuges zu sorgen. Dabei kam es zu einem Vorfall, der bei der Feuerwehr und der Verbandsgemeindeverwaltung für Unverständnis sorgt: Zwei Feuerwehrangehörigen wurden ihre persönlichen Einsatzhelme entwendet.
Im Rahmen einer Personenkontrolle bei einer Gruppe Jugendlicher stellte die Polizei Höhr-Grenzhausen die beiden Helme sicher und übergab sie anschließend der Feuerwehr. Während einer der Helme unbeschädigt blieb, wurde der andere Helm offenbar ins Martinsfeuer geworfen. Durch die Hitzeeinwirkung wurde er so stark beschädigt, dass er nicht mehr verwendet werden kann.
Der Vorfall hat unmittelbare Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft des betroffenen Feuerwehrangehörigen. Feuerwehrhelme gehören zur persönlichen Schutzausrüstung und sind für den sicheren Einsatz unverzichtbar.
Bürgermeister Marco Weißer findet deutliche Worte:
„Das ist kein dummer Jungendstreich. Hier wurde persönliche Schutzausrüstung mutwillig zerstört. Unsere Feuerwehr ist für uns alle #immerda – rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr. Die Kameradinnen und Kameraden investieren ihre Freizeit und riskieren nicht selten ihre eigene Gesundheit für die Sicherheit ihrer Mitbürger. Wer ausgerechnet diesen Menschen ihre notwendige Ausrüstung entwendet oder beschädigt, lässt jeglichen Anstand und Respekt vermissen. Ein solches Verhalten ist nicht hinnehmbar.“
Wegen des Vorfalls wurde bereits Strafanzeige erstattet, die beteiligten Jugendlichen sind der Polizei bekannt.
„Ich danke der Polizei für ihr schnelles Handeln. Gleichzeitig muss klar sein, dass ein solches Verhalten Konsequenzen hat. Es geht hier nicht allein um den materiellen Schaden, sondern auch um den Respekt gegenüber den Menschen, die sich ehrenamtlich für unsere Gemeinschaft einsetzen. Unsere Feuerwehr ist selbstverständlich für uns da. Ebenso selbstverständlich sollte es sein, dass wir ihre Arbeit und ihre Ausrüstung respektieren“, betont Weißer.
